systemische Führung

Systemische Führung ist eine ganzheitliche Art der Unternehmensführung. Die Firma wird als System betrachtet. Der Weg zu wirtschaftlichem Erfolg wird in Anbetracht systemischer Grundlagen gegangen. Die systemische Führungskraft ist sich der Wirkungen und Wechselwirkungen der einzelnen Elemente des Systems bewusst und versteht es den Gesetzmäßigkeiten systemischer Ordnung Beachtung zu schenken.

Systemische Führung beachtet die Komplexität des Systems

Sie weiß, dass Veränderungen, unabhängig davon, ob sie firmenintern oder -extern sind, Auswirkungen auf das gesamte System mit allen seinen Beteiligten haben. Das bedeutet, dass auch geringfügige Schwankungen innerhalb eines Teams oder einer Abteilung sich auf die gesamte Firma auswirken.

Daniel F. Pinnow ist der Meinung, „Dass die Führungskräfte sich heute mindestens 30-50% ihrer Arbeitszeit nicht der Entwicklung von Produkten, Services und Prozessen, sondern von Menschen, Teams und Organisationskulturen widmen sollten. (…) Es ist wie mit dem Waldarbeiter, der sägt und sägt – und viel zu selten die eigene Säge schärft. Führung ist Schärfung der Säge für bessere Erfolge.“

Neue Führungsansprüche

Pinnow´s Ansatz geht davon aus, dass die in Organisation entstandenen Strukturen und Kulturen extrem komplex sind. Die klassischen Steuerungsvorstellungen von Ursache-Wirkung Beziehung und ein Führungskonzept aus den 80er Jahren ist nicht mehr zeitgemäß. Stattdessen handelt es sich laut Pinnow bei sozialen Systemen um Netzwerke von Handlungen, Wirkungen und Folgewirkungen mit vielfältigen Rückkopplungsschleifen und selbstverstärkende Mechanismen.

Die Führungskraft ist der Dienstleister ihrer Angestellten. Sie muss sich ihrer Verantwortung bewusst sein und bereit sein zu führen. Sie ist Anlaufstelle für Probleme und dafür zuständig, dass die Angestellten ihre Arbeit gut machen können. Es ist ihre Aufgabe, das Potenzial der Angestellten zu erkennen und ihnen ermöglichen dieses bestmöglich einzusetzen – „Was brauchst du, damit du dein Potenzial bestmöglich einsetzen kannst, und selbstwirksam bist?“

Die systemische Führungskraft fördert Selbstorganisation (Autopoiesis). Diese bezeichnet die Selbsterschaffung und Selbsterhaltung eines Systems.
Um für seine Angestellten da zu sein, ist das Aufbauen einer guten Beziehungsebene wichtig. Die Bereitschaft zu regelmäßigen Mitarbeitergesprächen drückt Wertschätzung aus und führt zu Loyalität unter den Angestellten.

Das System besteht aus Elementen

Systemische Führung berücksichtigt alle Interaktionen aller zum System gehörigen Strukturelemente – Führungskräfte, Angestellte, Kunden, Lieferanten, Finanziers, der Markt an sich, die Gesellschaft, die Kultur und die Umwelt.

Ein zentraler Bestandteil der systemischen Führung ist die entwicklungsorientierte Führung. In modernen Organisationen ist der Chef kein Befehlshaber mehr, sondern Beobachter. Er managt nicht das System, sondern die Beziehungen. Da die systemische Führungskraft weiß, dass Unternehmen als komplexes System eine Eigendynamik haben und nicht im klassischen Sinne zu führen sind, fokussiert er sich auf die Analyse des Systems (auf Grundlage der Systemtheorie) und darauf Impulse zu setzen.

Systemisch und entwicklungsorientiert zu führen heißt, auf Menschlichkeit, Emotion und Beziehung zu setzen und dem System dabei Regeln (Unternehmenskultur) und Grenzen vorzugeben und durch gezielte Intervention Veränderung anzuregen. Diese Kombination erzeugt eine hoch wirksame Perspektive des Führens, die sowohl menschlich als auch leistungsorientiert ist.

Systemisch führen heißt, den Einzelnen im Blick zu haben – seine Motivation, seine Leistung, seine Interaktionen und seine Beziehung zum Team.

Ist die Führungskraft nicht als solche spürbar, so entsteht Unruhe im Team und oftmals springt jemand anderer für die Person ein, um das entstandene Vakuum zu füllen.

Führungskräfte Coaching – systemische Führung

Marlene Lindmairs Führungskräfte Coaching basiert auf den Erkenntnissen der Systemtheorie und Phänomenologie. Systemisch-phänomenologische Perspektiven in Unternehmensstrukturen betrachten die Bewegungen und Dynamiken eines Systems ohne Urteil, persönliche Meinungen oder Einstellungen. Systemtheoretische Erkenntnisse hinsichtlich der Unternehmensstruktur führen zu jener Ordnung, die dazu führt, dass die einzelnen Teile des Systems handlungsfähig und in ihrer Kraft sind, ihr Potenzial ausschöpfen zu können.

In den Coachings geht es darum, die Führungskräfte mit systemischen Grundlagen vertraut zu machen und effektive Schritte zu setzen, um systemische Ordnung herzustellen und als Führungskraft klar positioniert zu sein. Angestellte müssen Ihre Führung klar wahrnehmen können, um ihre Arbeit bestmöglich ausführen zu können.

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